Der Madeira-Wein kann, je nach Jahrgang, bis zu 40% der ausgeführten Wahren der Insel ausmachen. Die Produktion erreicht dann bis zu 4 Millionen Liter. Es handelt sich um einen verstärkten Wein, der mit Brandwein versetzt ist. Madeira-Wein wird aus 4 weißen Hauptrebsorten erzeugt: Sercial (trocken), Verdelho (halbtrocken), Bual (halbsüss) und Malmsey (süss). Die besseren Weine werden sortenrein angeboten und tragen den Namen der Rebsorte auf dem Etikett. Verschnitte werden günstiger angeboten. Der Alkoholgehalt liegt zwischen 17% Vol. und 22% Vol.. Der erste Madeira-Wein entstand zufällig. Die Händler versetzten damals madeirensischen Wein mit Rohrzucherschnaps, um ihn für den Transport besser zu konservieren. Nach wochenlanger Lagerung in den feuchtwarmen Frachträumen der Handelsschiffe schmeckte der Wein plötzlich erheblich besser. Zunächst behielt man den Transport per Schiff zur Reifung bei, bis man schließlich ähnliche Bedingungen in humiden Lagerräumen bei 45°C bis 75°C zur monatelangen Aufbewahrung an Land schaffte. In der Historie hatte England das Monopol auf den Handel mit Madeira-Wein. Der Madeira-Wein erlangte seinen Weltruhm durch den damaligen Export in das gesamte englische Kolonialreich. Noch heute sieht man den Einfluss an den Firmennamen, wie z.B. Blandy’s oder Leacock. Die Madeirenser sind sehr stolz auf ihren Wein.

 

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