Der Tourismus ist der wichtigste und dynamischste Wirtschaftsfaktor der Insel. Er macht 20% des BIP aus. In 2007 besuchten 966.430 Gäste die Insel Madeira, 6,4% mehr als im Jahr 2006. Dieser Wirtschaftszweig hängt sehr von den Flugpreisen ab. Um der Erdölpreiserhöhung entgegenzuwirken, entschied sich die Regionalregierung dazu, den Markt auch für "Low Cost"- Airlines zu öffnen. Die Eröffnung der Route London-Madeira in 2007 mit Easy-Jet hat den englischen Markt seither verstärkt. Dieser war in den vorrangegangenen Jahren zu Gunsten des deutschen Marktes sehr schwach. Der englische Marktanteil wuchs von 19,5% in 2007 auf 23% in den ersten 7 Monaten von 2008, gefolgt von dem deutschen mit 19,5% und dem französischen mit 6,5%. Es gibt auch Tausende Tagesbesucher, die mit den Kreuzfahrtschiffen kommen. Die europäischen Gelder, allen voran der EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung), haben stark zum Ausbau des Tourismus beigetragen, indem sie den Hotelbau subventioniert haben. Wandern bleibt die Hauptaktivität der Urlauber, wobei sie ebenfalls auch das Meer, sowie das milde Klima, geniessen können. Man kann zwischen 2 touristischen Zonen auf Madeira unterscheiden: Funchal mit Umgebung und der Rest von Madeira Funchal hat eine hohe Hotelkonzentration, die 80-90% der gesamten Bettenkapazität der Insel ausmacht und ist damit für den Markt fast übersättigt. Der Rest der Insel ist im Gegensatz dazu noch grün und hat nach wie vor ein großes touristisches Potenzial. Das Urlaubsklientel auf Madeira ändert sich und wird immer jünger. Es werden neue Aktivitäten und Attraktionen, wie künstliche gelbe Sandstrände oder neuer Golfplätze, geschaffen. Die Lowcost-Airlines hatten trotz der Wirtschaftskrise einen starken Zuwachs zu verzeichnen, dadurch waren 2007 und 2008 die Hotels recht gut ausgelastet.

 

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