1. Die Entwicklung: 

 

Madeira verarmte während der Diktatur. Sie war eine der ärmsten Regionen Europas. Die Lebensbedingungen waren schwierig und das Ausbildungsniveau niedrig (üblicherweise gingen die Kinder nur vier Jahren zur Schule) Ein Teil der erwerbsfähigen Bevölkerung zog es vor nach Europa, Südafrika und Südamerika auszuwandern, um dort Arbeit zu finden. Sie behielten ein Grundstück auf Madeira, um irgendwann einmal zurück zu kehren. So gibt es heute z.B. über 200.000 venezuelanischer Staatsbürger... Weiterlesen

 

2. Die Landwirtschaft auf Madeira: 

 

Die Landwirtschaft ist nicht aus wirtschaftlichen, sondern aus sozialen Gesichtspunkten, essentiell. Ihr Anteil am BIP beträgt nur knapp 3% und ist weiter rückläufig, da immer weniger Leute Landwirtschaft betreiben. Die Arbeitsbedingungen sind hart und der Ertrag nur gering, sodass dieser Zweig nur wenig attraktiv für die junge Bevölkerung ist. Man unterscheidet zwischen Formen der Landwirtschaft: Viehzucht, landwirtschaftliche Produktion und Forstwirtschaft. Die Herdenhaltung von Tieren... Weiterlesen

 

3. Der Madeira-Wein:

 

Der Madeira-Wein kann, je nach Jahrgang, bis zu 40% der ausgeführten Wahren der Insel ausmachen. Die Produktion erreicht dann bis zu 4 Millionen Liter. Es handelt sich um einen verstärkten Wein, der mit Brandwein versetzt ist. Madeira-Wein wird aus 4 weißen Hauptrebsorten erzeugt: Sercial (trocken), Verdelho (halbtrocken), Bual (halbsüss) und Malmsey (süss). Die besseren Weine werden... Weiterlesen

 

4. Die Freihandelszone von Madeira:

 

Die Freihandelszone von Madeira befindet sich in Caniçal und genießt die gleichen Vorteile wie die Freihandelszone der Azoren. Sie gewährt den Firmen finanzielle Vorteile bei den Zolltarifen, Steuern und dem Transfer. Sie wurde am 08.04.1987 eröffnet und zählte 1988 nur 7 Firmen. Sie wuchs und wurden immer wichtiger bis zum Jahr 2000, mit 6242 registrierten Firmen. Wegen des Kampfes der EU gegen die Steueroasen... Weiterlesen

 

5. Der Turismus auf Madeira: 

 

Der Tourismus ist der wichtigste und dynamischste Wirtschaftsfaktor der Insel. Er macht 20% des BIP aus. In 2007 besuchten 966.430 Gäste die Insel Madeira, 6,4% mehr als im Jahr 2006. Dieser Wirtschaftszweig hängt sehr von den Flugpreisen ab. Um der Erdölpreiserhöhung entgegenzuwirken, entschied sich die Regionalregierung dazu, den Markt auch für "Low Cost"- Airlines zu öffnen. Die Eröffnung der Route London-Madeira in 2007 mit Easy-Jet hat den englischen Markt... Weiterlesen

 

6. Der Bausektor auf Madeira:

 

In den letzten 10 Jahren hat sich der Bausektor durch Aufbau der Infrastruktur und starkem Wachstum im Privatsektor prächtig entwickelt. Es gab einen großen Bedarf an neuen Strassen, Tunnel, Schulen usw., die seit 1986 von der EU mitfinanziert wurden. Heute verfügt Madeira über ein Strassennetz, das für 500.000 Menschen ausgelegt ist , die Insel hat aber nur die Hälfte der Einwohner. Der private Bausektor profitierte durch ausländische Immobilienkäufe, insbesondere der Engländer, und madeirensischer Auswanderer. Die Wirtschaftspolitik schuf... Weiterlesen