Seit 1976 hat Madeira den Status einer autonomen Insel mit einem weiten Kompetenzfeld. Die regionale Regierung verwaltet praktisch alle Budgets, außer die der Außenpolitik und der Verteidigung, die nach wie vor Lissabon unterstellt sind. Sie besitzt das Recht, ihre eigenen Steuern und Abgaben zu erheben. Weil jedoch die administrative Infrastruktur fehlt, ist ein Großteil der schriftlichen Administration nach wie vor in Lissabon zentralisiert. Madeira ist nicht eine einfache Scheinautonomie, aber die Macht Lissabons darf nach wie vor nicht unterschätzt werden. Diese Frage führt zu einer politischen Herausforderung und es ist heutzutage schwierig, die wirkliche Bedeutung des einen für den anderen zu erkennen. Die stärkste Partei Madeiras, die PSD ( Sozialdemokratische Partei), ist seit mehr als 20 Jahren, mit Dr. Alberto João Jardim als Präsident der Insel und erster Vorsitzender, an der Macht. Jardim wird alle 4 Jahren seit 1978 wiedergewählt, immer mit einer breiten Mehrheit, Dank einer positiven, wirtschaftlichen Bilanz. Der Beitritt in die EU erfolgte zusammen mit der von Portugal 1986 und löste ein wirtschaftlichen Boom in einer Region, die noch sehr von Landwirtschaft abhängig war, aus. Noch eine der ärmsten Region Europas in den 70 Jahren, ist Madeira heute reicher als das portugiesische Festland und wird bald den durchschnittlichen europäischen BIP erreichen. Das Ausbleiben der europäischen Subventionen ist in alle Munde und sollte Madeira dazu zwingen, gleichermaßen wirtschaftlich unabhängig zu werden.