In Anbetracht seiner subtropischen Lage hätte Madeira ein sehr heißes Klima wie Marrakesch haben müssen. Der ozeanische Einfluss und der südliche Auslauf des Golfstromes mäßigen jedoch die Temperaturen. An dieser Stelle erinnern wir daran, dass der südliche Ausläufer des Golfstromes kaltes Wasser mit sich bringt, ganz anders als der nördliche Ausläufer, der bekanntlich warmes Wasser nach Nordeuropa zu bringen. Madeira steht ebenfalls unter der Einfluss des Passat-Windes, der regelmäßige von Nord und Nord-Ost weht. Im Juli kommen 75% der Winde aus dieser Richtung. Im Winter fällt der Prozentsatz jedoch auf 27% ab. Die Winde kommen dann vermehrt aus dem Westen. Der Passat bringt viel feuchte Luft nach Madeira. Sich vor der Küste Madeiras erhebend, kondensiert die Feuchtigkeit zu Nebel und Regenwolken. Die Wolken werden von der Bergkette zurückgehalten und regnen sich an der Nordküste ab. Deswegen ist die Nordküste auch feuchter und bis zu 3-4 C° kälter als die Südküste. Im Durchschnitt schwanken die Temperaturen zwischen 16 C° und 22 C°, mit Spitzen auf 30 C°. Diese Angaben sind mit Vorsicht zu genießen, denn die Temperaturen variieren je nach Höhe und Ort.

 

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